Instrumente

Wir spielen auf traditionellen Instrumenten Lateinamerikas und verfügen über ein Instrumentarium aus den entgegengesetztesten Winkeln des Kontinents. Nach dem Vorbild von Violeta Parra, Victor Jara, Inti-Illimani und vielen anderen lassen wir verschiedene lateinamerikanische Musikelemente zu einer gemeinsamen Sprache werden.

 

Hier stellen wir Ihnen unsere wichtigsten Instrumente vor, wobei wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben und uns in erster Linie auf die von uns gebrauchten Instrumente beziehen.

Blasinstrumente

Die Quena stammt aus dem Andengebiet. Sie ist präkolumbischen Ursprungs und gehört zur Familie der Kerbflöten, da zur Tonerzeugung die Luft über eine Kerbe geblasen wird. Die Quena (auch Kena) wird in verschiedenen Größen gefertigt: Die großen, tiefen Instrumente heißen Quenacho, die kleinen, hohen Instrumente werden auch Quenita genannt.

 

 

 

 

 

 

Toyos, aufgeteilt auf zwei Musiker

Die Familie der Panflöte - in der Andenregion unter anderem auch Zampoña, Siku oder Antara genannt - umfasst Instrumente unterschiedlichster Bauarten und Tonanordnungen. So gibt es diatonisch, chromatisch und pentatonisch gestimmte Instrumente, deren Töne auf einer, zwei oder drei Reihen angeordnet sein können. Die kürzesten Rohre (und somit höchsten Töne) der Panflöte sind etwa 1 cm lang, während die längsten Rohre der ganz tiefen - Toyos genannten - Panflöte etwa 1,60m lang sind.

Saiteninstrumente

Die Familie des Charango umfasst mehrere Instrumente, die sich in Namen, Größe und in der Stimmung unterscheiden. Entstanden ist er in der Andenregion, etwa um 1780, als Kopie und Symbiose der aus Europa mitgebrachten Saiteninstrumente. Der Charango hat 5 Doppelsaiten. Eingesetzt wird er als Soloinstrument oder im Ensemble als Melodie- und/oder Begleitinstrument. Die charakteristischen Charango-Anschlagstechniken, Tremoli und Repiques sind es, die das Klangbild der Andenmusik maßgeblich mitgestalten. Die Rückseite des Korpus wurde früher aus dem Panzer des Gürteltiers -heute meist aus Holz oder auch aus Kunststoff - hergestellt.

Stimmung des Charango

Der Cuatro venezolano ist ein wichtiges Rhythmus gebendes Instrument in der Folklore Venezuelas. Oft im Ensemble mit Harfe zu hören, erinnern die Anschlagstechniken mit dem krachenden Abdämpfen der Saiten durch die rechte Hand (weswegen im oberen Bereich des Korpus eine verstärkte Schlagplatte verbaut ist) auch an den Klang von Maracas. Der Cuatro passt hervorragend ins Klangbild karibischer Musik und ähnelt in Stimmung und Aussehen der hawaiianischen Ukulele.

Stimmung des Cuatro

Der Tiple stammt aus Kolumbien und besitzt 4 Triplesaiten aus Stahl. Er ist Melodieinstrument der kolumbianischen Folklore und fand auch den Weg in die chilenische "Nueva canción", wo er viele Arrangements von Inti-Illimani bereichert.

Stimmung des Tiple

Schlaginstrumente

Bombo

Große Doppelfelltrommel, bespannt mit Ziegen-, oder Lamafell. Ist heute in ganz Südamerika verbreitet und wichtiger Bestandteil der Andenmusik sowie der Folkloremusik Argentiniens und Chiles. Der Bombo wird mit einem oder zwei Klöppeln perkutiert. Man schlägt auf Fell und Spannring. Dadurch lassen sich alle Rhythmen variationsreich und virtuos gestalten.

In früherer Zeit diente der "Bombo legüero" zur Übermittlung von Signalen. Hörbar auf Entfernungen bis zu 5 Meilen (Leguas) wodurch sich sein Name ableitet.



Cajón peruano

Da es den afrikanischen Sklaven (die nach Südamerika verschleppt worden waren) verboten war auf ihren Instrumenten zu musizieren, trommelten sie auf den Holzkisten, die zum Verpacken von Obst, Gemüse und Stockfisch verwendet wurden. Aus dieser Notlösung entwickelte sich schließlich ein richtiges Instrument. So entstand der Cajón, der auch heute noch in der afro-peruanischen Musik zu finden ist. Zum spielen des Cajón muss man auf ihm sitzen. Man schlägt mit den Händen zwischen den Beinen hindurch. Er hat einen tiefen, dumpfen Klang. Durch Snares, im Inneren des Cajón, kommt noch ein zusätzliches Scheppern hinzu.

Kleinpercussion

Dieses Foto zeigt eine kleine Auswahl an Percussionsinstrumenten, die unser Klangbild bereichern. Von oben links, nach unten rechts: Chajjchas (Ziegenhufrasseln), Guiro, Claves, Maracas, Cencerro (Kuhglocke). Weitere wichtige Instrumente sind zum Beispiel: Palo de lluvia (Regenstab), Matraca, Schellen und Becken.

Nächstes Event:

Taquikuna um 11:30 Uhr

Kontakt:

David Beyer

Tel.:   +49 (0)6151 8622390

Mobil: +49 (0)178 5616453

Email: mail@taquikuna.de

Kontaktformular.

Letzte Aktualisierung:

30.08.2017